Zinsen

Zinsen

Ganz allgemein gilt: Keine Zinsen ohne Vertrag -weder in die eine, noch in die andere Richtung. Zinsen können aus unterschiedlichen Gründen anfallen. Meist handelt es sich um eine Nutzung von Sach- oder Finanzgütern über einen bestimmten Zeitraum. Der Verleiher kann dafür vom Leiher einen Zins verlangen.

Zinsen auf Sachgüter

Hier gibt es in der Regel den Mietzins, den Pachtzins und den Erbbaurechtszins. Der Verleiher bekommt hier vom Leiher quasi eine Art Aufwandsentschädigung.
Häufiger sind Zinsen auf Finanzgüter (Geld)

Kreditzinsen

Jedes Geldinstitut erhebt für die Vergabe von Krediten Zinsen. Damit sollen verschiedene Kosten gedeckt werden, zum Beispiel die Verwaltungskosten und die Risikokosten. Des Weiteren dient der Zins hier als Entgelt für den genommenen Kredit. Der Zinssatz orientiert sich dabei am Basiszinssatz, der von der Europäischen Zentralbank ausgegeben wird. Daran orientieren sich die Banken und die Verzugszinsen (siehe unten). Besonders hoch sind die Zinsen bei sogenannten Überziehungskrediten.

Sparzinsen

Wer sein Geld auf ein Konto bei einem Geldinstitut deponiert, bekommt auch dafür häufig Zinsen. Das Geld wird der Bank zur Verfügung gestellt und sie darf damit wirtschaften. Dafür werden dem Geldgeber Zinsen gewährt. Der Zins stellt hier eine Art “Entschädigung” für den Kunden dar, weil er selber das Geld nicht zur Verfügung hat. Sparzinsen sind immer niedriger als Kreditzinsen!

Verzugszinsen

Auch für eine nicht rechtzeitige Bezahlung von erworbenen Artikeln kann ein sogenannter Verzugszins erhoben werden. Dieser darf bei Geschäften von Unternehmen zu Privatleuten nicht höher als der Basiszinssatz + 5% sein.
In jedem der Fälle wird ein Vertrag geschlossen (Vertrag über Geldleihe, Sparvertrag oder Kaufvertrag). Wichtig: Zinsen müssen sich immer in einem gewissen Rahmen bewegen, ansonsten handelt es sich um strafbaren Zinswucher.