Spezialbanken

Spezialbanken, darunter darf man sich Banken vorstellen, die sich im Gegensatz zu den Universalbanken und den regionalen Kreditinstituten auf bestimmte Bereiche des Bankgeschäftes spezialisiert haben.

In Deutschland zählen die meisten Banken zu den Universalbanken, während in Amerika und England die Spezialbanken überwiegen.

Bei den Spezialbanken kann man je nach ihrer Spezialisierung verschiedene Kreditinstitute unterscheiden.
Da wären als erstes die Bausparkassen, die mit Bauherren, oder solchen, die es werden möchten, Bausparverträge abschließen, und dann nach einem bestimmten Zuteilungsplan Darlehen an die Bausparer, die bis dahin eine bestimmte Prozentzahl der Bausparsumme eingezahlt haben müssen, zu günstigen Darlehenskonditionen vergeben.
Weiterhin gibt es die Dispositionsbanken, die sich hauptsächlich auf die verzinsliche Annahme und Verwaltung von Kundengeldern beschränken.
Realkreditinstitute, die sich auch Boden-, Grund- oder Immobilieninstitute nennen, sind Banken die Hypothekenkredite vergeben, und die ihre finanziellen Mittel durch die Ausgabe von Rentenbriefen oder Pfandbriefen erhalten.
Die Hypothekenbanken oder Pfandbriefbanken vergeben an die Kunden langfristige Kredite, und erhalten als Sicherheit die Grundstücksrechte. Sie finanzieren sich durch die Ausgabe von Pfandbriefen.
Effektenbanken finanzieren als Spezialbanken Unternehmen, Anleihe-Emissionen und Firmengründungen.
Wertpapiersammelbanken oder auch Investmentbanken übernehmen im Auftrag ihrer Kunden die Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren. Sie sind auch tätig bei der Börseneinführung von Aktiengesellschaften.
Auch die Direktbanken gehören zu den Spezialbanken. Durch die direkte Kommunikation mit den Kunden halten sie die Bankgebühren sehr niedrig.
Auch Kreditinstitute mit Sonderaufgaben für die öffentliche Hand sind im erweiterten Sinne Spezialbanken. Am bekanntesten ist hier die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).