Konsumentenkredite

Bereits in den 50er Jahren wurden in Deutschland die ersten Konsumentenkredite angeboten. Man versteht darunter Kredite, die ohne Zweckbindung von den Banken gewährt werden. Der Kreditnehmer kann seinen Konsumentenkredit also verwenden wofür er möchte, z.B. zur Anschaffung von Möbeln oder elektrischen Geräten, aber auch zur Tilgung und Zusammenfassung bereits bestehender Schulden. Normalerweise sind für diese Kredite keine Sicherheiten notwendig. Viele Banken verlangen jedoch eine Lohn- und Gehaltsabtretung oder den Abschluss einer Restschuldversicherung. Bei schlechter Bonität des Kreditnehmers wird oftmals zusätzlich die Bürgschaft einer dritten Person verlangt.

Der Kreditbetrag wird üblicherweise in einer Summe ausbezahlt und in festen monatlichen Raten zurückgeführt. Je nach Höhe des Kreditbetrages, der Zinsen und der vom Kunden gewünschten Raten entstehen hierdurch Laufzeiten zwischen 12 und 84 Monaten. Konsumentenkredite mit noch längeren Laufzeiten sind sehr selten. In der monatlichen Rate sind Zinsen, Tilgung und Gebühren enthalten. Die Konditionen sind je nach Bank sehr unterschiedlich. Wer einen Konsumentenkredit aufnehmen möchte, sollte auf jeden Fall verschiedene Angebote vergleichen. Oftmals bieten Direktbanken weitaus bessere Konditionen an als die klassischen Filialbanken.

Während die Kündigungsmöglichkeiten für den Darlehensnehmer vielfältig im Kreditvertrag geregelt werden, und je nach Bank sehr unterschiedlich sein können, dürfen die herausgebenden Banken selbst nur unter ganz bestimmten Bedingungen den Kreditvertrag kündigen. Hierfür muss der Darlehensnehmer mit mindestens zwei Raten im Rückstand sein und die Bank muss zweimal gemahnt und die Kündigung angekündigt haben.

Die gesetzlichen Regelungen zum Konsumentenkredit finden sich im BGB, §488, §489 und §495.