Grundbuch

Das Grundbuch ist eines der wichtigsten Einrichtungen einer freiheitlichen Gesellschaftsordung. Es sichert das privatrechtliche Eigentum im Sinne z. B. des Grundgesetzes in unserer Bundesrepublik Deutschland, und zwar hier speziell das Eigentum von Grundstücken. Das Grundbuch regelt in einzelnen Abteilungen des Grundbuch-Registers die Rechtsverhältnisse, die aus der Lage, den dinglichen und formellen Rechten bestehen. Die erste Abteilung bezeichnet die Eigentümer oder Erbbauberechtigten mit den ggf. vorliegenden Eigentumsanteilen. Die zweite Abteilung des Grundbuchs verzeichnet Lasten und Beschränkungen und Dienstbarkeiten, wie z. B. Wegerechte, Rechte Dritter durch durchlaufende Leitungen, Wohnrechte usw. In der dritten Abteilung stehen die Grundpfandrechte wie Hypotheken mit der Nennung der finanzierenden Institute.

Die Aufzeichnung von Rechten an Grundstücken geht auf die Antike und das Mittelalter zurück. Zu den ältesten erhaltenen Aufzeichnungen dieser Art gehören Eintragungen im sogenannten Urbar aus dem Jahre 1086, das “Domesday Book”.
Grundbücher sind zu allen Zeiten eine kulturelle Tradition kultivierter Staaten gewesen, die das Eigentum der einzelnen achteten, auch wenn in der Geschichte oft um Eigentumsverhältnisse und Ländereien gefochten wurde. Ein jüngeres Beispiel unserer deutschen Geschichte zeigt, in der DDR, hat gezeigt, welche Verhältnisse entstehen können, wenn ein Staat nicht das Eigentum seiner Bürger achtet, ja sogar zu willkürlichen Enteignungen greift, und Mittel ist, um gegen politisch Andersdenkende vorzugehen. Aus diesen Verhältnissen haben wir gelernt, dass nicht “gepflegte” Grundbücher nach der Wiedervereinigung es schweirig machten, gerechte Verhältnisse und korrekte Rückgaben an frühere Eigentümer zu schaffen.

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