Bargeld

Mit Bargeld ist generell das Zahlungsmittel gemeint, das tatsächlich physisch vorliegt. Heute liegt Bargeld in den meisten Volkswirtschaften als Hartgeld, also in Form von Münzen, die aus unterschiedlichen Metalllegierungen gegossen sind, und als Papiergeld, den Banknoten, vor.

Die Prägung der Münzen dürfen ausschließlich die Münzprägeanstalten vornehmen, die in der Regel der Zentralbank des jeweiligen Landes unterstehen. Bis zum Ersten Weltkrieg bestand Bargeld über Jahrtausende hinweg vorrangig aus Gold und Silber.
Silber als Zahlungsmittel wurde nach dem Ersten Weltkrieg nach und nach aufgegeben, der Goldstandard verlor in der Mitte des 20. Jahrhunderts in den meisten Staaten seine Bedeutung, zuletzt in den achtziger Jahren in der Schweiz.

Das Bargeld muss als gesetzlichen Zahlungsmittel im jeweiligen Währungsbereich grundsätzlich beim Warenaustausch akzeptiert werden. In unserem Wirtschaftsraum macht Bargeld nur einen sehr kleinen Teil der tatsächlichen Geldmenge aus. Der Großteil des Geldtransfers erfolgt als Giralgeld, das ausschließlich in Form von Buchungen vorliegt.

Gold- und Silbermünzen sind nach wie vor weltweit im Umlauf, werden in den meisten Ländern jedoch nicht als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert – sie dienen aufgrund ihres Edelmetallwertes als reine Geldanlage. Obwohl Bargeld aufwändig zu transportieren und verstauen ist und leicht entwendet werden kann, hat es einige Vorteile: Es ist schnell verfügbar und die damit vorgenommenen Transaktionen bleiben anonym.